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Hauptseite Ziele und Ergebnisse Projektbeschreibung Fallstudien Qualifizierungsarbeiten Publikationen Konferenz 2008 |
Ausgangspunkt des Projekts ist die Sonderrolle, die ostmitteleuropäischen Städten in der Forschung noch immer zugewiesen wird: Als Orte postsozialistischer Transformation bleiben sie vom Diskurs um die „europäische Stadt“ nahezu abgekoppelt. Auch steht Stadtentwicklung im östlichen Europa weiterhin vorrangig im Kontext des Wachstumsparadigmas. Doch spätestens seit den 1990er Jahren sind Städte in Ostmitteleuropa von einem tief greifenden, quantitativen wie qualitativen, demographischen Wandel betroffen. Geburtenrückgang, Alterung sowie Veränderungen der Strukturen der privaten Haushalte einerseits und die Folgen intra- und interregionaler Mobilität andererseits schlagen sich auch in den urbanen Zentren nieder. Schrumpfungstendenzen und erste Leerstände sind bereits erkennbar. Im Rahmen des Projektes werden am Beispiel polnischer und tschechischer Großstädte soziale und räumliche Konsequenzen des demographischen Wandels untersucht. Ausgehend von Erkenntnissen über die westeuropäische Stadtentwicklung und die geradezu im Zeitraffer verlaufenden Veränderungen in Ostdeutschland nach 1989 lassen sich – so die Ausgangshypothese – für vergleichbare ostmitteleuropäische Städte in absehbarer Zeit ebenfalls gravierende Folgen für die stadtfunktionalen, sozialräumlichen und Wohnungsmarktstrukturen erwarten. Durch den Vergleich sollen eine Sensibilisierung für diese neuen Stadtentwicklungsmuster erfolgen sowie Aussagen über veränderte Quartiersnutzungen durch neue Haushaltstypen und den Umgang mit zukünftigen Leerständen getroffen werden. Das Projekt setzt an den Theorien und Befunden der Transformationsforschung der 1990er Jahre an, geht jedoch mit der Schwerpunktsetzung auf bislang kaum untersuchte Fragen der housing demography einen konzeptionellen Schritt darüber hinaus. |
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